Yoga für Anfänger

Aller Anfang ist schwer – doch im Yoga muss es das nicht sein. Erfahre hier was Du zum Start fürs Yoga brauchst, welche Yogastile es gibt und wie gut diese für Anfänger geeignet sind. 

Du möchtest Deine Yoga Praxis starten und weißt nicht wie? Welcher Stil passt zu Dir und was benötigst du für Deine ersten Yogaerfahrungen? Pranajaya steht Dir zur Seite und unterstützt Dich beim Start.

Was braucht man als Yoga Anfänger?

Ein große Frage jeder neuen Sportart ist immer die optimale Ausrüstung. Yoga ist in dieser Hinsicht sehr genügsam. Wie sagt man so schön – Yoga kann jeder immer und überall machen. Dazu braucht es nichts, beziehungsweise nicht viel.

Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Bequeme Kleidung (Trainingskleidung, Pyjama, Strandkleidung, etc.) ist ganz wichtig – bei den Übungen sollte nichts zwicken und klemmen. Natürliche Materialien, wie bei der pranajaya Yoga-Fashion, sind gut für dein Wohlbefinden, wenn du beim Yoga auch mal ins Schwitzen kommst.

Hier findest Du eine Auswahl für Dein Yoga-Outfit:

Um Dein Starter-Set abzurunden, braucht es noch eine geeignete Unterlage. Die Yogamatte gibt Dir den optimalen Halt um bei den Asanas nicht zu rutschen. Sie schützt Dich vor dem harten Untergrund und saugt den Schweiß auf. Pranajayas Baumwoll-Yogamatten sind super hochwertig, nachhaltig und hygienisch. Überzeuge Dich selbst!

Wenn Du Deine Yoga-Praxis vertiefst werden noch das ein oder andere Hilfsmittel hinzukommen. Um ein schonendes Training zu gewährleisten kann es helfen mit einem Gurt, Blöcken und einem Sitzkissen zu arbeiten. Diese  Empfehlungen bekommst Du von einem versierten Yoga-Coach. Am besten sprichst Du zu Beginn Deiner Yogaerfahrung über Deine Schwachstellen und worauf zu achten ist.

Weiters ist es zu empfehlen eine Decke zur Hand zu haben um dich zwischendurch in den Ruhephasen zu wärmen. Auch eine Flasche Wasser kann hilfreich sein.

Yoga Zubehör

Yoga Zubehör. Foto: Canva

Warum sollte man Yoga machen?

Yoga zählt zu den ganzheitlichsten und schonendsten Sportarten, die man machen kann. Die Intensität kann von jedem Yogi selbst bestimmt werden und es gibt sehr viele Möglichkeiten das Training optimal an Deine Bedürfnisse anzupassen. 

Eine Stunde beginnt normalerweise mit einem sanften Aufwärmen, Meditation und Mantren und bereitet somit Deine Gelenke auf die kommenden Übungen vor. Nach 10 bis 15 Minuten geht es über zu anstrengenderen Übungen. Hierbei kommt das Herz-Kreislaufsystem gut in Schwung. Die Aneinanderreihung der Asanas macht die Intensität aus. Deswegen braucht es keine zusätzlichen Gewichte um das Training anstrengend zu machen.

Um das Gelernte zu festigen und auch die Seele zu berühren werden zumeist am Ende der Stunde noch einige Minuten in einer liegenden Position – der Shavasana – verbracht. Shavasana ist eine Haltung, die im Yoga typischerweise für eine Entspannung am Ende angewandt wird und „die ganze Spannung aus Körper und Geist weichen zu lassen“.

Benefits durch Yoga für den Körper

  • Mehr Flexibilität und Kraft der Muskeln, da Dehnung und Kräftigung kombiniert wird.
  • Steigerung der Kondition, da die Übungen oft fließend aneinander gereiht werden und über die Zeit von 20 bis 90 Minuten ausgeübt werden.
  • Förderung des gesamten Stoffwechsels, Kräftigung des Herz-Kreislaufsystems und des Nervensystems
  • Entspannung und Energetisierung

Welcher Yogastil für Anfänger?

Im Grunde ist jeder Yogastil für Anfänger geeignet. Wichtig dabei ist auf jeden Fall die Intensität und Skalierung. Ein gute Yogalehrer weiß, was für Dich geeignet ist.  

Natürlich gibt es zum Teil sehr große Unterschiede bei den verschiedenen Stilrichtungen. Dabei variieren Tempo, Rhythmus und Temperatur. 

Empfehlenswerte Yoga-Stile sind Hatha Yoga, Kundalini Yoga und Yin Yoga. Dies sind sehr ganzheitliche und ruhige Yogastile, die für jeden geeignet sind. Dabei wird der Fokus nicht nur auf die Körperübungen gesetzt, sondern auch Bestandteile wie Meditation und Mantren singen eingebaut. Das fühlt sich für den ein oder anderen am Anfang vielleicht etwas komisch an, jedoch bereichern genau diese Praxen den Geist und man fühlt sich nach so einer Yogastunde wieder rundum erneuert und entspannt.

Die nachfolgenden Abschnitte beschreiben einige Yoga-Stile genauer und liefern einen Einblick darauf, was Dich im Yoga-Unterricht erwarten kann.

Hatha Yoga – der Allrounder

Die Bezeichnung Hatha Yoga kommt von hatha „Kraft, Hartnäckigkeit, Unterdrückung“. Es ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen (Asanas), durch Atemübungen (Pranayama) und Meditation angestrebt wird. 

Die ersten Anfänge des Hatha-Yoga hatten ihren Ursprung im shivaitischen Tatrismus zu Beginn des 2. Jahrtausends nach Christus. Ein wichtiger späterer Vertreter ist Goraksha – ein Schüler von Matsyendra –, der ebenfalls dem shivaitischen Tantrismus verbunden war. Svatmarama gilt als Verfasser des Hathapradipika einer Schrift aus dem 14. Jahrhundert. Diese leitet die Blütezeit des Hatha-Yogas im 14. und 15. Jahrhundert ein.

Hatha Yoga war in seinen Anfängen zur Unterstützung anderer Yoga-Formen entworfen worden. Es erfreute sich jedoch rasch großer Beliebtheit und wurde schon bald als eigenständige Yoga-Form betrachtet. Im westlichen Kulturkreis versteht man unter Yoga oft hauptsächlich Hatha Yoga.

Hatha Yoga

Foto: pranajaya

Hot Yoga oder Bikram Yoga – schweißtreibende Routine

Bikram Yoga ist eine Hatha-Yoga-Methode und fand seine Verbreitung durch den indischen Yogameister Bikram Choudhury, Schüler von Bishnu Charan Ghosh (Bruder des Paramahansa Yogananda), und von Bikram als seine Entwicklung dargestellt.

Bikram Yoga ist eine Serie von 26 Yoga-Übungen, die in einem heißen Raum praktiziert werden (bei ca. 35–40 Grad Celsius). Allgemein ist Bikram Yoga als Hot Yoga bekannt und ist mit mittlerweile über 600 Schulen weltweit eine recht populäre Yogaart.

Hot Yoga oder Bikram Yoga sind im Prinzip dasselbe. Wobei Hot Yoga nicht direkt unter dem Namen Bikram läuft. Beide jedoch haben das Ziel Asana Yoga in einem beheizten Raum von 38 bis 40 Grad zu machen.

Hot Yoga hat eine ständig wachsende Community, denn es ist durchaus ein wahres Erlebnis bei knapp 40 Grad Raumtemperatur beim Yoga ins Schwitzen zu kommen.

Hot Yoga

Für Trendsetter – Jivamukti Yoga

Jivamukti Yoga kommt aus New York und wurde 1984 von David Life und Sharon Gannon ins Leben gerufen. Die Bezeichnung setzt sich aus den Worten “Seele” (Jiva) und “Befreiung” (Mukti).  Es ist eine eigene Yogamethode, mit eigener Philosophie und spirituellen Ansichten. 

Hierbei geht es den Begründern darum das Wissen über die traditionelle Yoga-Lehre zu vermitteln. Die bekanntesten Schriften sowie Meditation sind Grundpfeiler dieser Yoga-Philosophie. 

Über die Jahre wurde Jivamukti Yoga zu einem Hype. In New York, Berlin und München gibt es jetzt schon eigene Yoga-Centren für diesen Stil.

Jnana Yoga – Geist und Seele vereint

Jnana Yoga ist das Yoga der spirituellen Erkenntnis. Es handelt sich um den philosophischen Bereich des Yoga. Die Bezeichnung kommt aus dem Sanskrit – Jnana bedeutet “Wissen, Weisheit, Erkennen und Erkenntnis, Kennenlernen”. Dabei sollte man sich die Fragen stellen wie: Wer bin ich? Wer ist dieser Handelnde? Woher komme ich, woher kommt die Welt? Was ist der Sinn des Lebens? 

Die Lehre vom Karma spielt dabei eine entscheidende Rolle. Reinkarnation ist integraler Bestandteil. Haupttechniken sind Meditationen um die Antworten auf diese Fragen in sich zu finden.

Dass Yoga nicht allein aus Körperstellungen besteht, sondern Yoga vielmehr eine geistige Wissenschaft ist, schreibt man im Jnana Yoga groß. Jnana Yoga ist das Yoga des Wissens, wie zum Beispiel Hatha Yoga der Yoga der Körperstellungen ist. Im Jnana Yoga unterscheiden wir zwischen 3 Körper und 5 Hüllen.

  • Physischer Körper
  • Astral-Körper
  • Kausal-Körper

Dies beinhalten folgende Hüllen:

  • Nahrungshülle
  • Energiehülle
  • Geistige emotionale Hülle
  • Intellektuelle Hülle
  • Wonnehülle

Voll im Flow: Ashtanga Vinyasa Yoga

Asthanga Yoga oder auch Vinyasa Yoga entstand aus dem Hatha Yoga und beinhaltet überwiegend bestimmte Körperhaltungen und Atemübungen. Vielleicht habt ihr schon die Begriffe Vinyasa Flow Yoga, Vinyasa Yoga, Vinyasa Flow oder Power Yoga gehört? Diese leiten sich von Ashtanga Vinyasa Yoga ab.

Dabei wird eine bestimmte Abfolge an Übungen immer wieder wiederholt. Das bezeichnet man als Flow.

Viniyoga – Yoga Einzelunterricht

T.K.V. Desikachar, der Begründer und Entwickler von Viniyoga, suchte nach einer Form, bei der sich die Yoga Übungen an dem Praktizierenden ausrichten, abhängig von seiner aktuellen Lebenssituation, seiner Kultur, seinem Alter sowie seinem körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheitszustand. Dabei handelt es sich in der Regel um Einzelunterricht.

Beim Viniyoga geht es darum den Yoga auf den einzelnen anzupassen. Das heißt, dass das Yoga nicht mehr in großen Klassen abgehalten wird, sondern auf den einzelnen Körper abgestimmt wird. Wir sind ja alle unterschiedlich und keiner weiß so recht, welcher Yoga am besten zu einen passt.

Yoga Übungen für Anfänger

Zusammenfassend kann man sagen, dass es viele verschiedene Yoga-Stile gibt und die meisten sind auch für Anfänger geeignet. Mit der Zeit kann man die Intensität dann erhöhen und höhere Schwierigkeitsgrade einbauen. Wichtig ist es, den ersten Schritt zu wagen – in ein Yoga-Studio zu gehen oder die ersten Übungen alleine zuhause probieren. Das Verletzungsrisiko ist sehr gering bei Yoga und bei regelmäßigem Praktizieren stellen sich rasch Erfolge ein. Wenn Du noch weitere Fragen hast, hinterlasse gerne einen Kommentar. Wir werden diesen dann so schnell wie möglich beantworten.

Namaste!

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